MPU-Vorbereitung Guide
Verfahren · Stand 22.09.2026

Was ist die medizinisch-psychologische Untersuchung?

Die kurze Antwort: Die medizinisch-psychologische Untersuchung ist das amtlich geregelte Verfahren zur Klärung der Fahreignung. Ob sie angeordnet wird, entscheidet die Fahrerlaubnisbehörde; durchgeführt wird sie ausschließlich von amtlich anerkannten Begutachtungsstellen. Sie prüft nicht Wissen, sondern Eignung — nach den Maßstäben der Anlagen 4 und 5 FeV. Am Ende steht ein medizinisch-psychologisches Gutachten — die Behörde entscheidet auf seiner Grundlage.

Die kurze Antwort

Kurz gefasst

Der lange Name meint genau das, was er sagt: eine ärztliche und eine psychologische Untersuchung — zusammengeführt in einem Gutachten. Umgangssprachlich heißt das Verfahren MPU. Wer eine Aufforderung im Briefkasten hat, stellt sich meist dieselben drei Fragen: Was passiert dort, wer entscheidet am Ende, und was hat das mit Vorbereitung zu tun? Diese Seite beantwortet sie der Reihe nach.

Wann die Untersuchung angeordnet wird

Anlässe

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet die Untersuchung an, wenn begründete Zweifel " an der Fahreignung bestehen. Vier Konstellationen deckt § 13 FeV dabei ab:

Anlass

Alkohol

Eine Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille oder mehr, eine zweite Auffälligkeit mit Alkohol oder Alkohol zusammen mit anderen Substanzen.

Anlass

Drogen

Ein Nachweis von Drogen im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs — unabhängig von der Wirkungsmenge.

Anlass

Punkte

Acht oder mehr Punkte im Fahreignungsregister, mit einer Straftat oder schweren Ordnungswidrigkeit im Vorfeld.

Anlass

Straftaten

Trunkenheit im Verkehr oder ähnliche Delikte, bei denen die Fahrerlaubnis entzogen oder eine Sperre verhängt wurde.

Mit der Aufforderung setzt die Behörde in der Regel eine Frist. Wer sie " verstreichen lässt, riskiert die Ablehnung des Antrags — die Frist ist deshalb " der erste Punkt, der nach dem Lesen des Bescheids auf den Kalender gehört. Was " die Aufforderung im Detail bedeutet, liest man am besten wörtlich nach: Der " Anlass bestimmt, welche Nachweise verlangt werden.

Was die Untersuchung prüft: drei Teile

Ablauf

Die medizinisch-psychologische Untersuchung verbindet medizinische und " psychologische Fragen zu einem Gutachten. Drei Bausteine tragen es:

Baustein

Die ärztliche Untersuchung

Körperlicher Befund, Seh- und Hörvermögen, gegebenenfalls Laborwerte. Sie klärt, ob körperliche Umstände der Eignung entgegenstehen — etwa nicht behandelter Konsum oder Beeinträchtigungen.

Baustein

Die Leistungsprüfung

Standardisierte, computergestützte Verfahren zu Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie Belastbarkeit. Sie wird nur herangezogen, wenn der Einzelfall es verlangt; sie misst keine Intelligenz und keine Gesinnung.

Baustein

Das Explorationsgespräch

Das Kernstück: Im Gespräch mit der Begutachtung geht es um die Vorgeschichte, das eigene Verhältnis zu Alkohol, Drogen oder dem Fehlverhalten — und um die Frage, was sich seit der Auffälligkeit nachweisbar verändert hat.

Entscheidend ist das Zusammenspiel: Es geht nicht um einzelne Antworten, " sondern um ein stimmiges Gesamtbild aus Befunden, Prüfergebnissen und der " eigenen Schilderung — so beschreiben es die Bewertungskriterien der Anlagen 4 " und 5 FeV.

Medizinisch-psychologisches Gutachten: Inhalt und Weg

Ergebnis

Am Ende steht ein schriftliches Gutachten: der Anlass, die Befunde, die " Bewertung anhand der gesetzlichen Kriterien und das Ergebnis — Eignung gegeben " oder nicht gegeben, teils mit Auflagen oder Empfehlungen. Eine Punktzahl oder " Bestehensgrenze gibt es nicht; bewertet wird die Gesamtschau.

Das fertige medizinisch-psychologische Gutachten geht an die Fahrerlaubnisbehörde, die daraufhin entscheidet. " Die Begutachtungsstelle selbst erteilt keine Fahrerlaubnis und stellt keine " Prognose für andere Verfahren — ihre Aufgabe endet mit dem Gutachten.

Wer die Untersuchung durchführen darf

Stellen

Nur amtlich anerkannte Begutachtungsstellen dürfen medizinisch-psychologische " Untersuchungen durchführen — die Trägerliste führt die Bundesanstalt für " Straßenwesen (BASt). Anerkannt sind unter anderem die großen Prüforganisationen; " entscheidend ist allein der Eintrag in der Liste, nicht der Bekanntheitsgrad.

Nicht begutachten dürfen: Beratungsstellen, Kursanbieter und Praxen, die " nicht in der Trägerliste stehen. Daraus folgt eine Regel, die im ganzen Verfahren " gilt: Wer berät, begutachtet nie denselben Fall. Eine Beratung, die anderes " verspricht, ist keine seriöse Begleitung.

Was das für die Vorbereitung bedeutet

Weiter

Wie die einzelnen Prüfungsteile einzuordnen sind — Leistungsprüfung, ärztlicher Teil, Gespräch — ordnet die Seite MPU-Test: Was wirklich geprüft wird ein. Die Untersuchung fragt nicht nach Wissen, sondern nach Belegen: Was ist " seit der Auffälligkeit nachweisbar anders — und kann man das schildern, ohne " sich zu verzetteln? Wer das vor dem Termin ordnet, geht anders in das Gespräch " als jemand, der auswendig gelernte Sätze vorträgt.

Der Vorbereitungs-Check sortiert die " eigene Lage in fünf Fragen. Wer kostenlos starten will, findet im " 7-Tage-Einstieg einen Plan — und wer über " Begleitung nachdenkt, liest zuerst wann Selbstvorbereitung " reicht und welche Wege es gibt.

Häufig gefragt: medizinisch-psychologische Untersuchung

Fragen
Ist die medizinisch-psychologische Untersuchung dasselbe wie die MPU?

Ja. „MPU“ ist die Abkürzung, die sich im Alltag durchgesetzt hat; amtlich heißt das Verfahren medizinisch-psychologische Untersuchung. Gemeint ist immer dasselbe: die Untersuchung in einer anerkannten Begutachtungsstelle nach den §§ 11 und 13 FeV.

Wie lange dauert die medizinisch-psychologische Untersuchung?

Je nach Anlass und Untersuchungsteilen dauert der Termin mehrere Stunden und kann sich über einen Tag erstrecken — die Leistungsprüfung und das Explorationsgespräch brauchen Zeit. Hinzu kommt die Wartezeit bis zur Terminvergabe, die regional unterschiedlich lang ist.

Was kostet die medizinisch-psychologische Untersuchung?

Die Gebühren richten sich nach Anlass und Umfang der Untersuchung und werden von der Begutachtungsstelle vorab mitgeteilt; der ADAC ordnet die Größenordnung ein. Diese Seite nennt bewusst keine Pauschalen — die Untersuchungskosten fallen unabhängig vom Weg der Vorbereitung an.

Wie finde ich eine anerkannte Begutachtungsstelle?

Über die Trägerliste der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Dort sind alle Stellen geführt, die eine medizinisch-psychologische Untersuchung durchführen dürfen. Wer nicht in dieser Liste steht, darf keine Begutachtung erstellen — unabhängig davon, was eine Website verspricht.

Wie bereite ich mich auf die medizinisch-psychologische Untersuchung vor?

Indem die Beleglage vor dem Termin geklärt wird: Welcher Anlass steht im Bescheid, welche Nachweise werden verlangt, was ist seit der Auffälligkeit nachweisbar anders? Der Vorbereitungs-Check dieser Seite bringt genau das in eine Reihenfolge — kostenlos und ohne Anmeldung.

Diese Seite gehört zum Angebot von MPUfy. Wenn du deine Vorbereitung strukturiert begleiten lassen willst: mpufy.de — MPU-Vorbereitung. Keine Verkaufszusage, keine Erfolgsprognose — die Eignungsbeurteilung trifft allein die Begutachtungsstelle.

Quellenlinie FeV § 11 (Eignung) · FeV § 13 (Beibringung) · FeV § 66 (Begutachtungsstellen) · FeV Anlage 4 (Eignungstabelle) · FeV Anlage 5 (Kriterien) · BASt — Trägerliste Begutachtungsstellen · ADAC — die MPU
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